Presse

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Herzenssache Altstadt

10. April 2021  - Quelle: Straubinger Tagblatt

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Die Schutzengelkirche und Krönungskapelle liegt den Altstadtfreunden neben der Basilika St. Peter samt Friedhof besonders am Herzen.
Foto: Monika Schneider-Stranninger
 
Altstadtfreunde werden ihr 25-jähriges Jubiläum wohl erst 2022 nachfeiern, eine umfangreiche Festschrift ist als Vorgeschmack schon mal in Arbeit 

„Lange dachten wir, bis 2021 wäre die Corona-Krise weitgehend überwunden“, sagt Adrian Heimerl, Schriftführer der Altstadtfreunde. Das 25-jährige Bestehen des Vereins, das im Herbst 2020 hätte gefeiert werden sollen, ist ins Wasser gefallen. Absagen prägten wie bei allen Vereinen das Geschehen. Jetzt arbeitet man coronakonform erst einmal an einer umfangreichen Jubiläums-Festschrift über das rege Vereinsleben und Beiträge zu den Kulturdenkmälern der Altstadt.

Wie hält manin diesen Zeiten der Beschränkungen und des sozialen Abstands den Kontakt zu den Mitgliedern? Wie hält man den Laden zusammen? Das treibt auch die Altstadtfreunde um. Zu Weihnachten habensie sich deshalb mit Lebkuchenpäckchen, einem Brief und kleinen Aufmerksamkeiten bei ihren rund 200 Mitgliedern und insbesondere den aktiv Ehrenamtlichen gemeldet. „Die Aktion ist sehr gut angekommen“, sagt Adrian Heimerl.
Auf die Ehrenamtlichen komme es bei den Altstadtfreunden ganz besonders an, wie sonst ließe sich eine Veranstaltung mit mehreren tausend Besuchern wie das Altstadtfest stemmen? Nachdem ein Großteil der Mitglieder der Altersgruppe „60plus“ angehöre, versuche man zudem, weitere Aktive für den Verein zu ‚werben. Auf der Homepage des Vereins könne man sich informieren. Die Altstadtfreunde seien auch auf Instagram und Facebook präsent. „Interessierte sind jederzeit willkommen“, versichert er, genauso sicher wie es wieder ein Altstadtfest geben wird. Nicht jedoch 2021, das habe man bereits jetzt beschlossen.
 
Altstadtfest 2021 ist bereits abgesagt
 
Auch die alljährliche traditionelle Maiandacht, der Vereinsausflug und die Beteiligung mit Kaffee- und Kuchenverkauf am Goidhaiberlfest, das ebenfalls nicht stattfinde, fielen aus. In der zweiten Jahreshälfte werde die Hauptversammlung fällig. In welcher Form - nochoffen.
Den Blick richtet der Verein wenigstens vorsichtig Richtung Dezember. Eine weihnachtliche Lesung mit Musik in der Schutzengel- oder Peterskirche, das könne man sich vorstellen, sagt Heimerl, denn Besucher in der Größenordnung ließen sich gut steuern. Allerdings sei auch das angesichts der aktuellen Unsicherheit „ein Blindflug“. Wie werden bis dahin die Richtlinien sein? Und lässt sich eine Veranstaltung ohne Defizit realisieren?
 
Wehmut bei der Digitalisierung alter Bilder
 
Bei der Arbeit an der Jubiläumsfestschrift überkomme ihn Wehmut, gesteht Heimerl, besonders bei der Digitalisierung von Bildern von früher, wo die Welt noch ohne Corona in Ordnung war.
Tatenlos sei man 2020 dennoch nicht gewesen, versichert der Schriftführer und bilanziert Spenden an Turmair-Gymnasium, Tagblatt-Aktion Freude durch Helfen, Intensivstation des Klinikums sowie Förderverein für die Karmeliten in Straubing. Auch die Anregung des Vereins, Schutzengelkirche und Krönungskapelle mehr in Stadtführungen einzubeziehen, sei vom Amt für Tourismus dankbar aufgegriffen worden. Die Altstadtfreunde haben überdies fest vor, die Schutzengelkirche wie üblich einmal im Monat am jeweils ersten Samstag - für Besucher zu öffnen. Es seien dann auch immer Ehrenamtliche vor Ort, um Fragen zu beantworten. -mon-

Herzenssache Altstadt - Josef Rengsberger wird heute 75

25. März 2021  - Quelle: Straubinger Tagblatt

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Josef Rengsberger wird heute 75 - Foto: Monika Schneider-Stranninger

Er mag Straubing. Und noch mehr die Altstadt. Ganz sentimental. Das Stadtviertel rund um St. Peter. Das weiß, seit das Altstadtfest Anfang September eine fixe Größe im Terminkalender ist, auch der letzte Banause, der sich je das Sakrileg geleistet hat, den Stadtplatz als Altstadt zu bezeichnen. „A Hund is er scho“ sagt man anerkennend auf gut bayrisch über Menschen wie ihn: Pragmatisch, das Ohr nah an den Leuten, organisatorisch ein Ass, bestens vernetzt, lebensfroh, angenehm unkonventionell und mit dem Luxus einer eigenen Meinung. „I bin´s, der Rengsberger“, so seine klassisch unklassische Vorstellung am Telefon. Und es kommt was raus dabei. Für d´ Leut und für die Altstadt. Josef Rengsberger, ehemaliger langjähriger Mesner der Pfarrei St. Peter/Michael, Schuhmachermeister, früherer Obermeister der Schumacher-Innung, seit 2015 Ehrenvorsitzender der Altstadtfreunde und vier Perioden lang einer der bestgewählten CSU-Stadträte, hat 2020 bewusst nicht mehr um ein Mandat kandidiert und ebenso salomonisch bei den Altstadtfreunden die erste Reihe Jüngeren überlassen. Und ist für sie da, wenn sie ihn brauchen. Heute wird er 75.
 
Eine Schnapsidee ist es nicht gewesen, vor 28 Jahren, als Rengsberger mit Freunden aus der Nachbarschaft ein ganz kleines Straßenfest veranstaltet hat. Bis heute vom ersten Nagel fürs Zelt im Boden bis zur Bedienung ehrenamtlich gestemmt. Es hat sich eine generalstabsmäßig organisierte Großveranstaltung entwickelt, die sich ihre Gemütlichkeit bewahrt hat und ihren alljährlich vielen tausend Besuchern narrisch fehlt in Coronazeiten. Zur liebenswerten Schlitzohrigkeit Rengsbergers gehört, dass er gerne um Nichtpolitiker als Schirmherrn warb und wirbt, „weil bei den Politikern immer das Wetter schlecht ist“.
 
1996 kandidierte er erstmals für den Stadtrat und wurde prompt von Listenplatz 16 auf 6 gehäufelt. 2008 schaffte er es von Listenplatz 6 auf 2, gleich nach Markus Pannermayr. Und 2014 von Listenplatz 9 auf 3. 2020 hat er sich fürs kommunalpolitische Austragsstüberl entschieden. Mit derselben Entschlossenheit, wie er sich 24 Jahre davor vorgenommen hatte, Stadtrat zu werden. Als er sich bei der Aufstellung der CSU-Liste für den Kommunalwahlkampf 1996 in der Versammlung vorstellte, hat er sich gewünscht, dass er seinen 50. Geburtstag als Stadtrat feiern darf. Er durfte. 2014 wurde er für 18 Jahre Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung geehrt. Seine Verabschiedung aus dem Stadtrat steht noch aus - da geht es ihm wie den anderen Ausscheidern 2020. Der Coronakrise geschuldet.
 
Der Schuhmacher kann schon von Berufswegen nachfühlen, wo die Leute der Schuh drückt. Und kaum eine Sorge schien ihm zu nichtig. Vom fehlenden Zebrastreifen bis zur Einbahnstraße. Dann brachte er das zur Sprache. In der Altstadt ist er eine Institution. Der vierfache Vater kann für die gemeinsame Sache auf eine wie Pech und Schwefel zusammenhaltende Familie und seit 50 Jahren auf Ehefrau Dorle als Fels in der Brandung bauen. In zweiter Generation war er 30 Jahre (!) lang Mesner von St. Peter, hat dadurch viele Altstädter an Hochzeiten, Taufen und Beerdigungen begleitet.
 
Straubingerinnen, die sich Schuhe gönnen, die nicht nur für eine Saison gemacht sind, verbinden mit ihm (und dem Sohn, der in seine beruflichen Fußstapfen getreten ist) den Vertreter einer selten gewordenen Zunft, der in seiner Werkstatt jeden noch so kopfsteinpflaster-geschädigten Pfennigabsatz wie neu aussehen lässt.
 
Vor allem aber verbinden die Straubinger Josef Rengsberger mit dem Altstadtfest. Zwei Jahrzehnte hat er es federführend organisiert und greift - wenn nicht gerade ein Lockdown daran hindert - der heutigen Vereinsvorsitzenden der Altstadtfreunde, Eva Siedersbeck, mit seiner Erfahrung, seinen Kontakten und als Motivator für Dutzende Ehrenamtliche unter die Arme.
 
Der Verein hat der Altstadt viel zurückgegeben, denn der Erlös aus dem alljährlichen Festwochenende und dem vielfach veranstalteten romantischen Adventsmarkt rund um St. Peter fließt Kulturdenkmälern wie der Basilika St. Peter samt Friedhof und vor allem der Schutzengelkirche zu. Die Alstadtfreunde waren im Boot bei der einzigartigen Schutzengelhilfe des verstorbenen Vereinsmitglieds Lutz Burgmayer. Eine inzwischen sechsstellige Summe wurde zum Erhalt dieses Kleinods beigesteuert und auch soziale und weitere kulturhistorische Adressaten nicht vergessen. Und wie man Josef Rengsberger kennt, sind seine Ärmel auch mit 75 hochgekrempelt als Netzwerker für seine Altstadt und ihre Kulturdenkmäler.

 

Monika Schneider-Stranninger


Jahresversammlung der Altstadtfreunde fällt aus

11. Februar 2021

Die turnusmäßige Jahresversammlung des Fördervereins der Straubinger Altstadtfreunde muss pandemiebedingt auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Das teilen die Verantwortlichen mit. Sobald möglich, wird der Verein zeitnah seine Jahresversammlung abhalten; die Mitglieder erhalten hierzu eine schriftliche Einladung. -red-


Dankeschön für Intensivstation

22. Dezember 2020  - Quelle: Straubinger Tagblatt

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Mit einer Spende von 500 Euro hat der Förderverein der Altstadtfreunde das Personal auf der  Intensivstation des Klinikums bedacht.

„Es soll ein herzliches Vergelt’s Gott sein an die Pfleger und Ärzte, die in Zeiten von Corona an vorderster Front aktiv sind“, erklärte Vorsitzende Eva Siedersbeck. Es sei dem Verein seit Beginn der Pandemie ein Anliegen, ein Zeichen zu setzen und Danke zu sagen. Martin Kiefl (rechts), pflegerischer Leiter der Intensivstation, freute sich mit seinem Team. Das Geld komme der Frühstückskasse zugute, sagte Kiefl: „Eine tolle Geste für die über 100 Beschäftigten in der  Station.“ – Mit im Bild: Petra Rücker, stellvertretende Leiterin. -red-/Foto: Heike Baier


Spende für Kloster-Pforte

15. Dezember 2020  - Quelle: Straubinger Tagblatt

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Den Altstadtfreunden gefällt die Idee des
Karmeliten-Fördervereins „Zimmer mit Aussicht“

Seit 7. Dezember haben die Straubinger Karmeliten der indischen Ordensprovinz St. Thomas auf Initiative des Fördervereins für die Karmeliten in Straubing wieder eine Klosterpforte. Ehrenamtliche Vereinsmitglieder tun hier Dienst, zunächst montags bis freitags, 9.30 bis 11 Uhr.

Es ist keine übliche Pforte, vielleicht sogar eine kuriose. Sie befindet sich genau gegenüber der bisherigen Pforte auf der anderen Straßenseite in der Albrechtsgasse 35. Es ist eine Pforte, hinter der keine Klosterräume liegen. Sondern genau andersherum. Das Kloster, das der Freistaat 2018 gekauft hat und für den TUM Campus Straubing nutzen will (neben einem Wohnrecht für die Patres), sieht man, wenn man aus dem Pfortenfenster schaut. Deshalb nennt der Förderverein das Projekt und damit die Pforte vieldeutig „Zimmer mit Aussicht“.
Ein lange gehegtes Anliegen von Patres und Verein, das die Besitzer des frisch sanierten  Hauses wohlwollend unterstützt haben. Es ist eine Anlaufstelle, um Gottesdienste zu bestellen, Anliegen vorzubringen, Kontakt und Gespräch zu suchen.

Zweites Standbein des „Zimmers mit Aussicht“ soll der Verkauf von Waren aus der indischen Heimat der Karmelitenpatres werden. Mit dem Erlös kann deren seelsorgerische Arbeit in Straubing und in Indien unterstützt werden, so der Gedanke. Bis das in der Coronakrise möglich ist und parallel ist ein kleines, feines Sortiment von Arbeiten der Olivenholzschnitzer aus  Palästina im Programm.

Die Idee des „Zimmers mit Aussicht“ hat dem Förderverein der Straubinger Altstadtfreunde um
Vorsitzende Eva Siedersbeck und Ehrenvorsitzendem Josef Rengsberger gut gefallen. Sie  haben sich entschlossen, die Einrichtung von Pforte/Laden mit 500 Euro zu unterstützen, obwohl Altstadtfest und Adventsmarkt in St. Peter – der Coronakrise geschuldet – heuer  abgesagt werden mussten.

Der Förderverein für die Karmeliten in Straubing und die vier Straubinger Patres bedanken sich
herzlich für die praktizierte Solidarität, die keine großen Worte brauchte. -mon-

INFO:                                    
Das „Zimmer mit Aussicht“ ist im Zuge des Corona-Lockdowns ebenfalls ab heute, Mittwoch,  bis auf weiteres geschlossen. Das Ehrenamtlichen-Team freut sich auf Fortsetzung Anfang  2021.

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