Presse

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Preisverleihung Jackpot und Bilderrätsel

19. October 2019  - Quelle: Straubinger Tagblatt

Am Samstag konnte der stellvertretende Vorsitzende der Altstadtfreunde, Christoph Laugwitz,  mit Schatzmeisterin Dorothea Rengsberger einen Teil der Gewinner aus Jackpot und Bilderrätsel beim diesjährigen Altstadtfest begrüßen.
Freudig nahmen die Teilnehmer ihre Gewinne entgegen: von einem in Stein gehauenen Elefanten, einem Firstgockel, Einkaufs- und Essensgutscheinen, einem Kinderfahrrad, bis hin zum Hauptgewinn, einem Einkaufsgutschein vom Möbelhaus Wanninger. So wurden auch  heuer wieder Gewinne im Gesamtwert von rund tausend Euro ausgeschüttet. Eine interessante  Besichtigung der Schutzengelkirche rundete den Nachmittag ab. 

Das Foto zeigt die Gewinner mit stellvertretendem Vorsitzenden Christoph Laugwitz (links) und Schatzmeisterin Dorothea Rengsberger (3.v.l.).


Altstadtfest bringt 7000 Euro Spenden

16. October 2019  - Quelle: Straubinger Tagblatt

Die Altstadtfreunde freuen sich über den Erlös des diesjährigen Fests (v.l.): stellvertretender Vorsitzender Christoph Laugwitz, Schatzmeisterin Dorothea Rengsberger,  Heribert Feiertag von der Freiwilligen Feuerwehr, Ehrenvorsitzender Josef Rengsberger und Vorsitzende Eva Siedersbeck mit Tochter Greta.

Vorstand bedankt sich mit Dankessen bei allen Helfern und Unterstützern

Vergangene Woche hat der Vorstand der Altstadtfreunde alle Helfer zu einem Dankessen in das Vereinsheim des VfB eingeladen. Vorsitzende Eva Siedersbeck konnte viele ehrenamtliche Helfer undkommunale Einsatzkräfte begrüßen, die sich alljährlich mit großem Eifer beteiligen.

Zuerst gedachten die Altstadtfreunde ihres verstorbenen Mitglieds Lutz Burgmayer. Die Vorsitzende verlas dabei einen bewegenden Dankbrief seiner Familie.
Danach ging’s im Programm mit einer Ehrung weiter. Dem beauftragtem Feuerwehrmann Heribert Feiertag, der seit vielen Jahren die Beteiligung seiner Mannschaft in hervorragender Weise leitete, bekam  aus der Hand des stellvertretenden Vorsitzenden Christoph Laugwitz zum Dank dafür eine Urkunde und einen Altstadtbierkrug überreicht.
Dann aber gab’s das große Essen, das Festwirt Richard Schmid, neben einer satten Geldspende, servierte. Eva Siedersbeck bedankte sich bei Schirmherrin Hannelore Christ, die leider nicht dabei sein konnte, aber die Getränke des Abends übernahm. Ebenfalls richtete sie einen besonderen Dank für die Unterstützung an die Malteser, THW, den Bauhof, die Stadtgärtnerei, den Trachtenverein Immergrün und ein ganz besonderes Vergelts Gott an die Straubinger Firmen, die jedes Jahr zur Tombola beitragen. Zuletzt schwärmte sie von dem römischen Donauschiff Viktoria, das Prof. Günther Moosbauer organisiert hatte.
Es folgte ein filmischer Rückblick, erstellt vom Schriftführer A. Heimerl, der das Altstadtfest noch einmal aufleben lies.
Spannend wurde es bei dem Bericht der Schatzmeisterin Dorothea Rengsberger. Trotz des total verregneten Fests kamen 7000 Euro an Spenden zusammen. Das wird man auch heuer wieder für soziale Zwecke verwenden.

Schutzengelkirche zur Besichtigung geöffnet

05. October 2019  - Quelle: Straubinger Tagblatt

Die Altstadtfreunde laden am heutigen Samstag, 5. Oktober, dazu ein, die Schutzengelkirche mit Krönungskapelle zu besichtigen. Die sonst verschlossene Kirche an der Ecke  Petersgasse/Schulgasse ist von 13.30 bis 16 Uhr geöffnet.

Mitglieder der Altstadtfreunde beantworten allen Interessierten zu dieser Zeit gerne Fragen in der Kirche.


In aller Bescheidenheit Berge versetzt

27. September 2019  - Quelle: Straubinger Tagblatt

Lutz Burgmayer anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Schutzengelhilfe in der Kirche, die er Straubing erhalten hat: Der Schutzengelkirche. Dort wird auch der Trauergottesdienst für ihn stattfinden. Wo sonst, wenn nicht dort? Er hatte mit allem Grund einen Schlüssel zu seiner Kirche daheim. Archiv-Foto: Gahr & Popp

Lutz Burgmayer ist tot

„Es ist nicht zu wenig Zeit, die
wir haben, sondern es ist zu viel
Zeit, die wir nicht nutzen.“ Seneca

Was kann ich allein schon ausrichten? Nichts. Das hört man an jeder Straßenecke. Nur stimmt es nicht. Wenn einer das bewiesen hat, dann Lutz Burgmayer. Noch dazu ohne groß Aufhebens darum zu machen und vor allem ausdauernd. Sisyphos kann doch Erfolg haben. Und David ist gegenüber Goliath nicht machtlos. Lutz Burgmayer ist zu verdanken, dass die dem Verfall preisgegebene Schutzengelkirche noch als Gotteshaus existent und heute ein anrührend schön restauriertes Kleinod ist. Er hat Anfang der achtziger Jahre das Konto Schutzengelhilfe  egründet und den Freistaat Bayern, Eigentümer der Anfang des 18. Jahrhunderts erbauten  Kirche, dazu gebracht, sie zu restaurieren. Er hat nicht gesagt, „tut was“. Er hat Geld  gesammelt, jeden noch so kleinen Spender einen Schutzengel für die Schutzengelkirche genannt und selber nicht wenig investiert. Er hat den Freistaat in Zugzwang gebracht und die Öffentlichkeit auf dieses zwischenzeitlich vergessene Stück Heimat aufmerksam gemacht. Er hat es aus dem Dornröschenschlaf geweckt und wieder zugänglich gemacht. Er hat die Straubinger bei ihrer sentimentalen Ader gepackt und er hat sie erreicht. Weil alle gespürt  haben, da ist Herzblut. Daneben geht ihm ein Ruf als leidenschaftlicher Sammler von Schutzengeln, als Freund des Theaters, einstiger Hauptdarsteller und Spielleiter der Agnes-Bernauer-Festspiele voraus. Am Dienstag ist Lutz Burgmayer 90-jährig nach langer Krankheit gestorben. Daheim. So wie er es sich gewünscht hat. In seinem Elternhaus an der Zollergasse,  in dem er geboren und aufgewachsen ist und als gelernter Uhrmacher im vom Vater übernommenen Uhrenund Schmuck-Geschäft gearbeitet hat. Liebevoll begleitet von seinen vier Kindern und deren Familien. Lutz Burgmayer hatte Stil. Er war einer, der in seiner unauffälligen Gediegenheit aufgefallen ist. Stets im dunklen Anzug, mit schwarzer Baskenmütze auf den weißen Haaren, und Aktentasche. Immer freundlich.
 
Vor drei Jahren hat eine Kollegin ihn in seinem Uhrengeschäft zu einem Interview besucht.  Thema: Die alljährliche Zeitumstellung. Burgmayer hat inmitten von 100 Uhren über die Zeit philosophiert, gewohnt sparsam, aber vielsagend. Zeitverschwendung sei für ihn, wenn man die geschenkte Zeit nicht nutze, hat er gesagt. „Wenn man nix tut und am Strand liegt. Ich bin noch nie am Strand gelegen...“
 
Vor vier Jahren hat Lutz Burgmayer alters- und gesundheitsbedingt sein Konto Schutzengelhilfe dem Historischen Verein übereignet, der es in seinem Sinne treuhänderisch
verwaltet. Erst in der jüngsten Stadtratssitzung am Montag hat das Plenum einstimmig eine
zinslose Zwischenfinanzierung für die Sanierung der Krönungskapelle gebilligt, die der  Schutzengelkirche an der Schulgasse vorgelagert ist. Sie wird ab Herbst mit öffentlichen Geldern saniert – und dank Spenden, unter anderem 30000 Euro von Lutz Burgmayers  Schutzengelhilfe und weiteren 30000 Euro von den Altstadtfreunden.
 
In den vergangenen fast 40 Jahren hat Lutz Burgmayer annähernd 500000 Euro für die  Schutzengelkirche gesammelt. Dank kleiner Spenden, fünf- und zehn-Euroweise, aber auch zigtausend, die ihm die Altstadtfreunde aus dem Erlös ihrer Altstadtfeste über die Jahre zur Verfügung stellten. In diesem Verein hatte er den kongenialen Partner für sein Anliegen. Am Anfang dieses außergewöhnlichen Engagements stand ein Leserbrief, den Burgmayer 1980  ans Tagblatt geschickt hat. Er war damals zufällig an der Schutzengelkirche vorbeigekommen und über deren Verfall so erschrocken, dass er die Öffentlichkeit aufrütteln wollte. Damals war die Fassade völlig marode, im Dachstuhl nisteten Tauben. Es regnete durch.
 
Eine Beziehung zu Schutzengeln hatte er seit seiner Kindheit. Er sammelte alles rund um Schutzengel. Über 5000 Exponate – Andachtsbilder, Porzellanfiguren, Literatur, Autoplaketten, Wallfahrtsandenken und auch Skurrilitäten wie Streichhölzer und Bleistifte. Im Jahr 2000 gab es eine Ausstellung mit einer Auswahl davon im Herzogschloss. Es kamen 3000 Interessenten. 1999 ist die Sammlung in einer Magisterarbeit imFach Volkskunde an der Universität  Regensburg wissenschaftlich aufgearbeitet worden.
 
Einmal, das hat Lutz Burgmayer 2004 in einem Interview erzählt, hatte er selber einen Schutzengel. Im Regensburger Bahnhof hat er an einer Fensterbrüstung in Zeitungen geblättert, als plötzlich die riesige Glasscheibe auf ihn stürzte. Er kam mit einer Platzwunde davon. Die ihm zugesprochene finanzielle Entschädigung hat er als Grundstock für das Konto Schutzengelhilfe genommen. Alles Geld floss ohne Verwaltungsaufwand in sein Anliegen.
Burgmayer investierte zielgerichtet in Portal, Tabernakel, Hochaltarbild, Kirchenbänke,  Seitenaltäre, Sakristei...denn wichtig war ihm, dass die Spender sehen konnten, was mit ihrem Geld gemacht wird. Er fand im Staatlichen Hochbauamt Passau und den  Denkmalschutzbehörden konstruktive Verbündete. Sie waren heilfroh über die Spenden, denn  sonst hätte sich alles noch länger hingezogen. Trotzdem hat es viele Jahre gedauert, ehe die Kirche weitestgehend fertig war.
 
Burgmayer sammelte weiter, denn auch für den Erhalt des renovierten Kleinods war Geld  notwendig. „Die Schutzengelkirche wird auch künftig viele Schutzengel brauchen.“ Über Jahrzehnte hat Lutz Burgmayer sich über jeden kleinen Fortschritt gefreut, jeden Rückschlag weggesteckt, Geduld und Ausdauer bewiesen. Wenn er das alles vorher gewusst hätte? Das habe ich ihn anlässlich 20 Jahren Schutzengelhilfe 2004 gefragt. „Ich würde das Ganze auf jeden Fall nochmal machen“, hat er geantwortet.
 
Sein Engagement ist vielfach gewürdigt worden, 1992 mit der Goldenen Bürgermedaille der Stadt Straubing. Erinnert worden ist bei der Gelegenheit auch daran, dass Lutz Burgmayer große Verdienste um das Agnes-Bernauer-Festspiel hat. Seit den fünfziger Jahren war er bei Festspielen in tragenden Rollen zu sehen, unter anderem als Herzog Albrecht (1960 und 1963). 1968 und 1972 war er Spielleiter. An der zeitgemäßen Umgestaltung des problematischen Hubrich-Textes war er in hervorragender Weise beteiligt. „Lutz Burgmayer zählt quasi zu den Vätern der neuen Agnes-Bernauer-Festspiele“, so der damalige OB Fritz Geisperger. 2007 wurde Burgmayer die Ehrenmitgliedschaft im Historischen Verein angetragen, 2010 erhielt er die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Er hat sich darüber sehr gefreut, nicht ohne bescheiden zu betonen, dass all die Auszeichnungen eigentlich allen gelten, die ihn bei dem Projekt unterstützt haben.
 
Lutz Burgmayer ist 90 Jahre alt geworden. Am Ende war er müde, der Krebs, den er über Jahre mit Würde ertragen hat, hat ihn mürbe gemacht. Seiner Leidenschaft für die Schutzengelkirche als ein Stück Heimat ist er jedoch nie müde geworden. Er hinterlässt etwas Sichtbares. Es bleibt etwas von ihm – neben der strahlend schönen Schutzengelkirche, neben seiner Schutzengelsammlung. Er hinterlässt uns mit der Gewissheit, dass ein Einzelner Berge versetzen kann, wenn er nur will. Und das ist unermesslich.
Monika Schneider-Stranninger

Ehrensache, hier dabei zu sein

09. September 2019  - Quelle: Straubinger Tagblatt

27. Altstadtfest trotzte anhaltendem Regen mit Familien- und Kinderprogramm

Zum 27. Mal haben die Altstadtfreunde eingeladen, neben St. Peter und dem Turmairgymnasium mit ihnen ein Wochenende lang zu feiern. Das Wetter war zwar leider diesmal nicht auf der Seite der Altstadtfreunde, die sich davon aber nicht die gute Laune
verderben ließen. Vereinsvorsitzende Eva Siedersbeck freute sich wie Schirmherrin Hannelore Christ, mit der engagierten Truppe aus 60 bis 70 Vereinsmitgliedern das Altstadtfest wieder als Fest für die ganze Familie stemmen zu können. Am Sonntagabend hat Eva Siedersbeck
noch keine Zahlen vorliegen. Allerdings schätzt sie, dass man trotz des „a bisserl schlechten
Wetters“ wieder einen guten Schnitt gemacht hat, um davon viele soziale oder kulturelle Aktionen oder Vereine unterstützen zu können.
Möglich ist das alles immer wieder, weil viele Hände mit anpacken, beim Auf- und Abbau, beim Bedienen, beim Ausschank, beim Losstand, beim Quiz, beim Kuchenbacken, beim... die Liste ist groß und lang.

Phantasie, Führungen, Rätsel und 1000 Gewinne
Festzelt- und Biergartenbetrieb wurden wieder ergänzt vom Kaffee-Zelt. Das Spielmobil lockte mit der Schule der Phantasie, dem Kinderkarussell oder Glitzerschminken die jungen Besucher. Führungen in St. Peter oder eine Besichtigung der Schutzengelkirche luden ein. Das Rätsel der Altstadtfreunde hatte es in sich, die Fragen von Prof. Moosbauer konnte man aber knacken,
um mit dem Lösungswort zu erfahren, wer früher schon in der Altstadt wohnte. „Die, wo der Obelix immer sagt, die spinnen“, war ein Tipp für junge Rästelknacker. Die Riesentombola bot 1000 Gewinne und einen Jack-Pot. Die große Besonderheit war dieses Jahr der Besuch
des Römerschiffs Victoria, das zu Rundfahrten auf der Donau einlud (siehe eigenen Bericht).
Mit dem Bieranstich am Freitagabend im Festzelt Schmidt wurde das Altstadtfest von  Schirmherrin CSU-Stadträtin Hannelore Christ eröffnet. Der Abend war gut besucht, erklärte Eva Siedersbeck. Am Samstag, „nach dem Regen“, nutzten ebenfalls viele die Gelegenheit.
Sonntag ging mittags Geschäft, danach vertrieb der Regen leider nach und nach Fieranten oder beendete das Kinderprogramm. „Unterm Strich sind wir aber zufrieden“, betont die Vorsitzende. Die Besucher hätten wieder gemütlich in familiärer Atmosphäre essen, trinken und ratschen können, Kinder seien liebevoll betreut worden. Besondere Schmankerl waren neben  Grillspezialitäten wieder die Steckerlfische vom Donaufischer Mayer.
 
Blaulicht-Straße, Kreisel und Bierdeckel
Mit ihrem Wein-Zelt, in dem man sich auch das Buttern erklären lassen und dann ein Butter- oder Schmalzbrot genießen konnte, waren die Trachtler von „Immergrün“ bewährt und zahlreich mit von der Partie. Auf der Blaulicht-Straße zeigten Malteser, Rotes Kreuz, THW und die Freiwillige Feuerwehr Fahrzeuge und Ausrüstung und standen zum Fachsimpeln gerne zur Verfügung.
Das Altstadtfest hat treue Fans, bei Besuchern und Fieranten gehört es zum Sommerabschluss einfach dazu. Thomas Jäschke ist mit seiner Frau Evi seit Jahren mit „Kunsthandwerk aus Holz und Filz“ dabei. Ehrensache, er ist in der Altstadt aufgewachsen. Damit Kinder, aber auch die Väter was zum Schauen haben, hatte er seine Drechselmaschine dabei. „Kreisel gegen Spende“
für die Bettina Bräu Stiftung heißt die Aktion, bei der viele Späne fliegen, Kreisel sich erst als Rohling in der Maschine und später am Teller drehen und krebskranke Kinder unterstützen.
Claudia John betont ebenfalls, dem Flair des Altstadtfestes treu zu bleiben. Vor drei Jahren hatte sie hier ihren ersten Verkaufsstand mit individuellen Holzbierdeckeln. Weitere Schmuckstände und auch ein Flohmarkt luden ein, über den kleinen aber feinen Festplatz zu schlendern. -su-