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"Lassen uns nicht unterkriegen"

04. September 2017  - Quelle: Straubinger Tagblatt

Trotz Regenwetter: Organisatoren, Besucher und Aussteller sind zufrieden mit dem Altstatfest.

Es kann nicht immer die Sonne scheinen. Auch wenn es die Altstadtfreunde von ihren vergangenen Altsatdtfesten an der Uferstraße fast schon ein wenig gewohnt waren. Trotz Regenwetter sind die Veranstalter zufrieden mit dem Fest. Und auch die Besucher und Aussteller ließen sich von kühlen 15 Grad die Laune nicht vermiesen.

Im Festzelt der Altstadtfreunde spielt Blasmusik, Bierkrüge stoßen“ klirrend aneinander, es riecht nach Steckerlfisch. Vom Zapfhahn läuft frisches Bier in den Krug von Christian Rengsberger. Am Ausschank im Festzelt der Altstadtfreunde gibt es viel zu tun. „Acht Hektoliter Bier haben wir am Samstag gebraucht“, erzählt Rengsberger. „Heute, am Sonntag, brauchen wir noch mehr Bier, weil das Wetter ein bisschen besser ist. Gott sei Dank.“

Eva Siedersbeck, Vorsitzende der Altstadtfreunde, ist froh, dass sich am Sonntag die Sonne doch noch gezeigt hat. „Es ist halt nicht so wie in den Vorjahren“, gibt sie zu. „Wir hatten jahrelang Traumwetter. Aber wir lassen uns davon nicht unterkriegen.“

Und das müssen die Altstadtfreunde auch nicht: Draußen auf der Wiese toben viele Kinder beim Spielmobil, im Biergarten sind fast alle Tische besetzt und beim Loswagen warten viele Besucher, bis sie endlich ihr Glück versuchen können. „Ich bewundere die Leute“; sagt Eva Siedersbeck, „es war kalt und hat geregnet – trotzdem sind Freitag und Samstag viele gekommen.“ Ehrenvorsitzender Josef Rengsberger zieht ein positives Resümee: „Es ist keine Katastrophe. Das Bier war süffig, die Musik hat gespielt, den Leuten hat`s gefallen“, fasst er es knapp zusammen und lacht. Leider könnten die Altstadtfreunde dieses Jahr vermutlich etwas weniger für kulturelle Zwecke spenden. „Aber wir sind recht zufrieden“, sagt Rengsberger.

Im Kaffeezelt hat sich eine lange Schlange an der Kuchentheke gebildet. Dahinter sitzen Christa Fischer und ihre Freundinnen, essen Bienenstich und Zwetschgenkuchen. „Im Altstadtfest kann man so schön ratschen“, erklärt die Straubingerin schmunzelnd und stupst ihre Freundin Rita an, die ihr sofort heftig nickend recht gibt. „Man trifft Bekannte, kann sich mit jedem a bisserl Unterhalten und gut essen.“ Jeden Tag war die Seniorin im Fest und heute, am Sonntag, „naja, da bleib`ich auch noch länger“; sagt sie. Draußen an den Ständen ist ebenfalls einiges los. Es gibt Wäscheklammern mit Sprüchen, Selbstgenähtes, Schmuck und vieles mehr. Ulrich Berthe ist jedes Jahr mit seinem Stand im Fest. Er verkauft antike Bilderrahmen, Vasen und Gläser. „Das Altstadtfest gefällt mir so gut“; schwärmt er. „Der Trubel ist nicht so groß und es sind auch ältere Leute hier, die schätzen meine Sachen.“

Gestern sei es für ihn nicht so gut gelaufen, erzählt Berthe. „Der Regen eben.“ Aber der Sonntag sei dafür umso besser. Also kein Grund, schlecht gelaunt zu sein, meint er.